Wer kennt sie schon, die lauschigen Weinorte Döbling, Grinzing, Heiligenstadt, Nussdorf, Pötzleinsdorf, um nur einige zu nennen?
Viel eher kennt man Wien, die österreichische Metropole an der Donau, Wien, Kultur- und Wirtschaftszentrum Österreichs.
Die obengenannten Weinorte am Fusse des Wienerwaldes gewannen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts immer mehr an Aufschwung, da der Kaiser Joseph II. am 17. August 1784 eine Verordnung erliess, die den Weinbauern erlaubte, Wein auszuschenken.
Der wichtigste Satz dieser kaiserlichen Verordnung lautet:
Wir geben jedem die Freiheit, die von ihm erzeugten Lebensmittel, Wein und Obstmost zu allen Zeiten des Jahres wie, wann und zu welchem Preis er will, zu verkaufen oder auszuschenken.
Der Heurige gilt als Urstätte der Wiener Gemütlichkeit. Hier sitzen Hofrat, Angestellter, Pensionist und Student an ungedeckten hölzernen Tischen beisammen, plaudern über Gott und die Welt, geniessen den süffigen Weisswein und lauschen den alten Liedern der Wiener Heurigenmusik.